Leila Mekacher hat neben ihrer internationalen Zertifizierung als Advanced Certified Autism Specialist (ACAS, IBCCES) nun auch die deutsche Qualifizierung als „Fachberaterin im Autismus-Spektrum“ am IFBFB in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Diese Weiterbildung wurde von ihrem Arbeitgeber, dem SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd, sowie ihren Vorgesetzten unterstützt; Kolleg:innen ermöglichten ihr durch Vertretung und Rückhalt die Teilnahme an den Fortbildungsblöcken in Berlin. Beide Zertifizierungen ergänzen sich und vertiefen ihr fachliches Profil im Bereich Autismus und Neurodivergenz.
Durch die kombinierte Qualifikation verfügt sie über fundiertes Wissen zu Definitionen, Prävalenz und Stärkenprofilen bei Autismus, zur Neurobiologie, zu Autismus in der Adoleszenz, zu Überschneidungen mit ADHS, PDA und internationalen Entwicklungen. Weitere Schwerpunkte sind Selbstvertretung und Betroffenenperspektive, Inklusion in Schule, Gesellschaft und Arbeitsleben, diagnostische Verfahren über die Lebensspanne (inklusive bei Intelligenzminderung), medizinische Perspektiven, Psychopharmakotherapie und psychische Begleiterkrankungen. Hinzu kommen spezialisierte Kompetenzen in Gesprächsführung, Kommunikation mit Menschen im Autismus-Spektrum, in Sozialtrainings, Peer Counseling, geschlechtsspezifischen Aspekten (u. a. Frauen/Mädchen im Spektrum) sowie in Konzepten wie TEACCH und anderen sozial-kognitiven Trainingsformen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem professionellen Umgang mit herausforderndem Verhalten, positiver Verhaltensunterstützung, Prävention und Deeskalation, strukturierten Kriseninterventionsprogrammen und Verhaltensdialog. Ergänzt wird dies durch Fach- und Fallberatung, Frühförderung, Elternberatung, Psychoedukation, Identitätsentwicklung, fallbezogene Beratung und die Erstellung individueller Fall- und Förderkonzepte. Dazu gehören unter anderem angewandte Verhaltensanalyse (ABA), Analyse von Verhaltensfunktionen, Verstärkerkonzepte, Discrete Trial Training (DTT), evidenzbasierte Förderplanung, die Entwicklung individueller Bildungspläne, methodische Kombinationen (z. B. ABA, TEACCH, sozial-kognitive Ansätze), ethische Grundlagen der Arbeit mit Autist:innen sowie Wissen zu sensorischen Besonderheiten, Gesundheit, Selbstregulation, Stress- und Krisenprävention, Autonomie, Teilhabe und Lebenszufriedenheit.
